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Braun-Weide

(Salix waldsteiniana)

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0,3 — 2 m indigen LC
Salix waldsteiniana
Synonyme: Salix arbuscula var. waldsteiniana, Salix prunifolia, Bäumchen-Weide. Nanophanerophyt, sa(-alp). Der Laubblattrand ist fein gesägt bis gekerbt. Die Oberseite ist leicht glänzend. Die Laubblattspreite ist elliptisch bis verkehrt-eiförmig. Die Fruchtknoten sind stets behaart (Lit). Die geschützte Art kommt nur im alpinen Naturraum aller österreichischen Bundesländer (außer Wien und Burgenland) vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Salix waldsteiniana
 
 
Salix waldsteiniana
 
 
Salix waldsteiniana
Laubblattrand nur leicht gesägt.
 
Salix waldsteiniana
 
 
Salix waldsteiniana
Aufnahmen: 07.06.2012 Schafberg

 

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"408. S. arbuscula. L. sp. (S. prunifolia Sm. — S. Waldsteiniana Rchb. — S. corruscans. St., Host. non Willd. — S. alpestris et flavescens Host. Bäumchenartige W.)
Strauch mit dunkelgrünem Blattwerke. Stamm sehr ästig, an der Grenze der Alpenregion aufrecht, bis 3' hoch, auf den Alpen niedergestreckt oder kriechend, Aeste aufsteigend, kurz, glatt, biegsam. Blätter verkehrteiförmig, elliptisch oder lanzettlich, spitz, kurzzugespitzt oder stumpf, kahl oder in der ersten Jugend etwas behaart, 2färbig, oberseits sattgrün, glänzend, unterseits meergrün, matt, auf niederen Alpentriften an der Krummholzregion 1,5" lang, 6 — 8''' breit, meist feingesägt, Sägezähne mehr minder deutlich drüsig, auf höheren Standorten kleiner, 0,5—1" lang, 2—6''' breit, gedrungen, meist ganzrandig. Nebenblätter eilänglich oder fehlend. Kätzchen seitenständig, an der Spitze kurzer, beblätterter Seitentriebe länglich, zuletzt walzlich; Kätzchenschuppen 2färbig, an der Spitze braun oder schwärzlich. Männliche Kätzchen 6 — 8''' lang, gelb , Staubfäden 2, getrennt, Staubkölbchen gelb. Weibliche Kätzchen 1,5" lang, graugrün, Fruchtknoten eikegelförmig, filzig, sitzend oder sehr kurz gestielt, Honigdrüse über die Basis des Fruchtknotens hinaufragend, Griffel verlängert, tief getheilt, Narben abstehend. Von S. glabra durch die 2färbigen Kätzchenschuppen und die weibliche Pflanze durch filzige, fast sitzende Fruchtknoten verschieden. Von S. Jacquinii H. durch die 2färbigen, unterseits glanzlosen Blätter zu erkennen.
Juni — Juli


Auf Kalkalpen besonders in der Krummholzregion (4800 — 6000'). Am Almkogel bei Weyer, am Gamskahr des hohen Nocks, an der Klinserscharte, am Priel und Kirchtag im Hinterstoder, am kleinen Priel und Damberg im Vorderstoder, am Kaibling bei Michldorf mit S. glabra gemengt. Auf Kalkschutt am Pyhrn, grossen Pyrgas, am Wege vom Lahnafelde zur Speikwiese des Warschenegg’s auf zerklüfteten Kalkfelsen. Zwischen dem Krippenstein und dem Gjaid am Dachsteingebirge, am Höllengebirge, am Schafberge, auf dem Steingebirge am Attersee.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 349), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
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 Letzte Bearbeitung 10.10.2026

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